Anordnung vom Trainer "Du musst verlieren"

Ali-Resa Karimi, hier siegreich in einem früheren Kampf gegen den Bulgaren Michail Ganew (EPA/dpa-picture-alliance/Paul Buck)

09.11.2017- DIF24 - Ein iranischer Ringer protestiert gegen den Israel-Boykott seines Landes im Sport.

Ali-Resa Karimi hat nach eigenen Angaben einen WM-Kampf absichtlich verloren, weil seine Trainer ihn dazu aufgefordert hatten. Denn bei einem Sieg hätte Karimi in der nächsten Runde gegen einen Israeli antreten müssen - eine Begegnung, die der iranische Staat auch in anderen Sportarten systematisch unterbindet. 

Karimi war bei der U23-WM der Ringer in Polen im Achtelfinale ausgeschieden. Er galt als Favorit auf die Goldmedaille. "Es war wie ein Eimer kaltes Wasser auf meine Träume", erklärte der 23-jährige Freistil-Ringer. Für ihn war es das zweite Mal, dass er wegen der Anti-Israel-Politik seines Landes auf einen möglichen WM-Titel verzichten musste. Jetzt forderte er den iranischen Ringerverband auf, ihm dennoch die vorgesehene WM-Prämie zu zahlen: Es geht um 60 Goldmünzen im Gesamtwert von rund 16.000 Euro.