EU veröffentlicht Namensliste zu Sanktionen gegen Iran

24. Juni 2008

Reuters Deutschland -

Brüssel (AFP) — Im Streit um das iranische Atomprogramm hat die EU die Liste von 35 Organisationen und Einzelpersonen veröffentlicht, gegen die sich ihre neuen Sanktionen richten. Dazu zählt vor allem die größte iranische Handelsbank Melli, wie aus der in Brüssel veröffentlichten Liste hervorgeht. Melli habe Unternehmen, die Produkte für das iranische Atom- und Raketenprogramm lieferten, finanzielle Unterstützung gegeben oder versucht zu geben, hieß es zur Begründung. Die Bank wurde mit einem europaweiten Geschäftsverbot belegt.

Ebenfalls auf der Liste stehen die iranische Luftfahrtfirma AIO sowie das Unternehmen für die Produktion und die Beschaffung von nuklearem Brennstoff. Zu den sanktionierten Einzelpersonen gehören der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Resa Aghasadeh, und ein ranghoher Vertreter des Obersten nationalen Sicherheitsrats, Ali Hoseinitasch. Ihnen ist künftig die Einreise in die EU verboten, zudem werden ihre Guthaben in Europa eingefroren.

Die EU-Mitgliedsländer hatten sich am Montag auf neue Sanktionen geeinigt, um den Druck auf Teheran zu erhöhen, die umstrittene Urananreicherung einzustellen. Der Westen verdächtigt Teheran, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten, Teheran weist dies zurück.

HOME